Leitfaden für die Umzugslogistik
Internationale Umzüge sind technisch gesehen nicht besonders kompliziert, aber sie können Kopfschmerzen bereiten, wenn man sie nicht durchdenkt.
Wähle deine Versandmethode
Du hast drei Möglichkeiten:
- Kompletter Container (FCL): Du bekommst einen 20- oder 40-Fuß-Container für dich allein. Am besten geeignet, wenn du einen ganzen Haushalt umziehst. Die Transitzeit beträgt je nach Route 4 bis 8 Wochen. Rechne mit $3.000 bis $8.000+, abhängig von Herkunft, Ziel und Containergröße.
- Sammelcontainer (LCL): Deine Sachen teilen sich den Platz mit anderen Sendungen. Günstiger pro Kubikmeter, aber langsamer, manchmal 6 bis 12 Wochen, weil der Container erst losfährt, wenn er voll ist.
- Luftfracht: Schnell (1 bis 2 Wochen), aber teuer. Am besten für das Nötigste, das du sofort brauchst. Ein paar Kartons mit Kleidung, Dokumenten, Elektronik.
Die meisten Leute machen eine Kombination: Luftfracht für die Sachen der ersten zwei Wochen, Seefracht für alles andere.
Zollerklärungen
Jedes Land verlangt eine Zollerklärung für importierte Haushaltsgüter. Die meisten Länder erlauben die zollfreie Einfuhr persönlicher Gegenstände bei dauerhaftem Umzug.
In der EU erlaubt die Verordnung (EG) Nr. 1186/2009 die zollfreie Einfuhr persönlicher Gegenstände bei Wohnsitzverlagerung von außerhalb der EU. Der Haken: Die Gegenstände müssen seit mindestens 6 Monaten in deinem Besitz und Gebrauch gewesen sein, und du musst nachweisen, dass du 12+ aufeinanderfolgende Monate außerhalb der EU gelebt hast. Ähnliche Mehrwertsteuerbefreiungen gelten ebenfalls.
Für die USA können zurückkehrende Einwohner Haushaltsgegenstände zollfrei einführen, indem sie das CBP Form 3299 verwenden. Die Gegenstände müssen mindestens ein Jahr im Ausland benutzt worden sein.
In allen Ländern brauchst du eine Inventarliste. Jeder Karton, jeder Gegenstand. Dein Umzugsunternehmen hilft dir dabei, aber überprüfe sie sorgfältig. Zollbeamte gleichen sie mit dem ab, was tatsächlich ankommt.
Was du nicht versenden solltest
Jedes Land hat beschränkte und verbotene Gegenstände. Die häufigsten:
- Lebensmittel und landwirtschaftliche Produkte: Die meisten Länder beschränken frische Lebensmittel, Samen und tierische Produkte. Australien und Neuseeland sind besonders streng.
- Medikamente: Verschreibungspflichtige Medikamente erfordern oft eine Dokumentation. Manche Medikamente, die in einem Land legal sind, sind in einem anderen kontrollierte Substanzen.
- Alkohol und Tabak: In der Regel begrenzte Mengen, zollpflichtig.
- Waffen: Einschließlich Dinge, an die du vielleicht nicht denkst, wie bestimmte Messer oder Sportausrüstung.
- Pflanzen und Erde: Fast überall beschränkt. Holzmöbel benötigen manchmal Begasungszertifikate.
Informiere dich bei der Zollbehörde deines Ziellandes, bevor du packst. Die EU veröffentlicht Beschränkungen über ihr Zollportal. Die USA listen verbotene Gegenstände über die CBP auf.
Ein Umzugsunternehmen wählen
Wenn du ein internationales Umzugsunternehmen mit Sitz in den USA beauftragst, prüfe, ob es eine gültige DOT-Nummer hat, über das FMCSA Protect Your Move-Portal. Das Unternehmen ist verpflichtet, schriftliche Kostenvoranschläge auf Basis einer physischen oder virtuellen Besichtigung deiner Sachen zu erstellen, nicht auf Basis eines Telefonats.
Hole mindestens drei Angebote ein. Frage gezielt nach:
- Haus-zu-Haus- vs. Hafen-zu-Hafen-Service
- Wer übernimmt die Zollabfertigung am Zielort
- Versicherungsumfang (die Basishaftung des Spediteurs ist minimal, normalerweise 60 Cent pro Pfund)
- Lagergebühren, falls deine Sendung vor deiner Unterkunft ankommt
Zeitplan
Beginne mit der Planung mindestens 8 Wochen vor deinem Umzugstermin. Hier ist eine grobe Reihenfolge:
- 8 Wochen vorher: Angebote einholen, Umzugsunternehmen buchen
- 6 Wochen vorher: Inventarliste starten, entscheiden was verschifft und was verkauft/gespendet wird
- 4 Wochen vorher: Versandtermine bestätigen, Versicherung abschließen
- 2 Wochen vorher: Das Nötigste für die Luftfracht packen, letzte Durchsicht der Seefrachtgüter
- Umzugstag: Die Umzugsfirma packt und verlädt. Behalte Dokumente, Wertsachen und das Nötigste für die erste Woche bei dir
Deine Sachen kommen Wochen nach dir an. Plane für diese Lücke. Lies Die FRESH-Methode für Tipps, wie du deine ersten 30 Tage mit minimalem Gepäck meisterst.