Der Einwanderungs-Eisberg: Kanada Edition

Letzten Monat kündigte die kanadische Regierung die Zahlen für ihren Einwanderungsstufenplan 2026-2028 an, der genau festlegt, wie viele Menschen über welche Wege aufgenommen werden sollen.

Der Plan ist ein perfektes Beispiel für das, was ich den Einwanderungs-Eisberg nenne. Es ist ein Rahmenwerk, um zu verstehen, wie Regierungen Migration im kommenden Jahrzehnt steuern werden. Die sichtbare Spitze ist das, was Länder aktiv fördern – qualifizierte Arbeitskräfte, digitale Nomaden und manchmal internationale Studierende – Menschen, die als wirtschaftlich oder strategisch wertvoll angesehen werden. Unter der Oberfläche befindet sich eine viel größere Gruppe von Geflüchteten, Asylsuchenden und anderen, die möglicherweise soziale Unterstützung benötigen, bevor sie vollständig wirtschaftlich produktiv werden.

Kanadas Einwanderungsstufenplan 2026–28 ist ein klares Beispiel für diese Eisberg-Politik in Aktion, die wirtschaftliche und frankophone Aufnahmen erhöht, während geschützte Personen und befristete Arbeitskräfte sorgfältig gesteuert werden, um das System im Gleichgewicht zu halten.

Im Rahmen dieses Plans stabilisiert Kanada die Aufnahme von Daueraufenthaltsberechtigten bei 380.000 pro Jahr von 2026 bis 2028, während neue befristete Ankünfte auf etwa 385.000 im Jahr 2026 und 370.000 in 2027 und 2028 reduziert werden. Internationale Studierende landen in diesem Fall leider auf der anderen Seite, mit einer mehr als 50%igen Reduzierung der Zielzahlen. Der Rest der wirtschaftlichen Kategorie (die Spitze des Eisbergs) wird priorisiert und soll bis 2027-28 auf 64% aller Daueraufenthaltsberechtigten ansteigen, wobei Provinznominierte und hochqualifizierte Bundesarbeitskräfte den größten Teil dieses Wachstums ausmachen. Die frankophonen Aufnahmen außerhalb Quebecs steigen ebenfalls und werden bis 2028 10,5 Prozent erreichen (ich erwarte einen Anstieg der TEF/TCF-Nachfrage).

Unter der Oberfläche werden die Aufnahmen von Geflüchteten und geschützten Personen von den jüngsten Niveaus von ~75.000/Jahr auf ~49.000 reduziert, wobei humanitäre Verpflichtungen weiterhin erfüllt werden. Einmalige, beschleunigte Übergänge für ~115.000 geschützte Personen und bis zu 33.000 befristete Arbeitskräfte zur Daueraufenthaltsberechtigung sollen Rückstaus im System in den kommenden Jahren verhindern.