Asylsuchende von 2025: Letzte Kohorte
Die Asylzahlen erreichten 2024 einen Rekordstand, was zu einer Reihe von Maßnahmen führte, die darauf abzielen, sie 2025 einzuschränken. Die Prognose für 2026 ist noch restriktiver. Hier ist ein kurzes Beispiel dessen, was einige Länder tun, um die Flut einzudämmen:
- Vereinigte Staaten: Das erklärte Ziel für 2026 sind 7.500 Asylsuchende insgesamt (1,7MM im Jahr 2024). Flüchtlingsumsiedlungsprogramm ausgesetzt. Spezielle Parole-Programme für Kuba, Haiti, Nicaragua und Venezuela beendet. Der vorübergehende Schutzstatus (TPS) für mehrere Länder, darunter Nicaragua und Honduras, wurde ebenfalls beendet.
- Finnland: Halbierung der Flüchtlingsumsiedlungsquote auf 500 Asylsuchende und Schließung von 18 Flüchtlingsaufnahmezentren. Verschärfung der Asylantragsvoraussetzungen, mit Einschränkung der Anträge an bestimmten Grenzen.
- Deutschland: Plant, freiwillige Aufnahmeprogramme so weit wie möglich zu beenden. Einführung interner Schengen-Grenzkontrollen und strengerer Anforderungen für Familienzusammenführung für diejenigen, die subsidiären Schutzstatus haben.
- Niederlande: Einschränkung des Zugangs zu Unterkunft und finanzieller Unterstützung für Asylsuchende mit geringen Schutzchancen. Vorgeschlagen, dauerhafte Aufenthaltserlaubnis durch dreijährige verlängerbare Genehmigungen zu ersetzen.
- Schweden: Schließung von Wegen für abgelehnte Asylsuchende, zu Arbeitserlaubnissen zu wechseln, und Angebot freiwilliger Rückkehrhilfe für Syrer.
Insgesamt schätze ich, dass diese Maßnahmen im kommenden Jahr zwischen 2-3MM Asylsuchende betreffen (1,7MM allein in den USA). Die Zahlen des nächsten Jahres werden einen Hahn widerspiegeln, der in vielen OECD-Ländern abgedreht wurde, und effektiv eine "letzte Kohorte" von Asylsuchenden schaffen.