Sprachanforderungen für Daueraufenthalt und Staatsbürgerschaft in China, Japan und Südkorea
Vor einer Weile habe ich über Sprachanforderungen für den Daueraufenthalt (PR) und die Einbürgerung in beliebten europäischen Zielen geschrieben, und heute schauen wir uns Ostasien an!
Die CEFR-Skala (A1-C2) ist in Asien irrelevant; Japan, Südkorea und China haben jeweils ihre eigenen einzigartigen Maßstäbe und Philosophien in Bezug auf Sprachanforderungen für den Dauerstatus. Hier eine Übersicht:
| Land | Anforderung Daueraufenthalt | Anforderung Staatsbürgerschaft^(1) |
|---|---|---|
| Japan | Regulärer Weg: Keine; Beschleunigt: JLPT N2/N1**^(2)** | Konversationsfähig^(3) |
| Südkorea*^(4) | KIIP Stufe 5 | KIIP Stufe 5 |
| China | Keine | Keine |
^(1) Diese Tabelle geht davon aus, dass du ein im Ausland geborener Expat bist, der die Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllt. Ausnahmen für Asylbewerber oder andere besondere Fälle können existieren.
^(2) Japan bietet zwei Wege zum Daueraufenthalt. Der reguläre 10-Jahres-Weg hat keine formelle Sprachanforderung, obwohl eine grundlegende Fähigkeit, im Alltag zurechtzukommen, erwartet wird. Das Highly-Skilled Professional (HSP) Punktesystem bietet jedoch einen Schnellweg zum Daueraufenthalt in nur 1-3 Jahren. In diesem System gibt dir das Bestehen der JLPT N2 oder N1 Prüfungen einen erheblichen Punktebonus.
^(3) Es gibt keinen vorgeschriebenen Test in der offiziellen Dokumentation, aber beim Interview ohne grundlegende Japanischkenntnisse zu erscheinen, wird wahrscheinlich keinen guten Eindruck machen.
^(4) Südkorea nutzt das Korea Immigration and Integration Program (KIIP). Um für den Daueraufenthalt berechtigt zu sein, musst du das Programm bis zur letzten Stufe, Stufe 5, mit 50 Kursstunden abschließen. Für die Staatsbürgerschaft erhöht sich diese Anforderung auf 70 Kursstunden.
Was mir auffällt:
- Südkoreas KIIP-Programm ist eine klare und standardisierte Anforderung für sowohl Daueraufenthalt als auch Staatsbürgerschaft.
- Japan bietet eine strategische Wahl: einen längeren Weg zum Daueraufenthalt ohne Sprachanforderung oder einen schnelleren, punktebasierten Weg, bei dem fortgeschrittene Japanischkenntnisse ausdrücklich belohnt werden.
- China schätzt hochrangige wirtschaftliche oder strategische Beiträge, nicht sprachliche oder kulturelle Integration. Für die große Mehrheit der Ausländer sind Daueraufenthalt und Einbürgerung nicht realistisch.