Warum Sprache das Tor zur Mobilität ist
Seit Beginn dieses Projekts war meine These, dass Sprachbeherrschung der rote Faden für eine erfolgreiche Umsiedlung ist. Da ist die praktische Seite der Sprache, oder Sprache als Werkzeug, wo ein gewisses Maß an Sprachkompetenz dich durch die ersten 30 Tage Visa-Hölle bringen oder deiner Familie helfen kann, sich 10 Jahre später in das wöchentliche Nachbarschaftstreffen zu integrieren.
Aber im Kontext steigender Anti-Einwanderungs-Stimmung, worüber ich in letzter Zeit viel geschrieben habe, wird das Sprechen der Landessprache aus einem anderen Grund zur Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Umzug.
Ich erinnere mich an eine Pew-Research-Studie vom letzten Jahr mit dem Titel "Ansichten zur Bedeutung der Sprache für die nationale Identität." Die Welt scheint ziemlich einig zu sein: Wenn du einer von uns sein willst, lern die Sprache.
Diese Ergebnisse waren bildungs-, alters- und (mit Ausnahme der USA) größtenteils politisch unabhängig, und sie unterstreichen, dass Sprache nicht einfach ein praktisches Werkzeug ist. Sie ist auch ein soziales Symbol, eines das anzeigt, dass du ein bestimmtes Wertesystem teilst, eine bestimmte Sicht auf die Welt, eine gemeinschaftliche Identität. Natürlich übersetzt sich Sprachkompetenz nicht immer in Zugehörigkeit. Akzente, Namen und Aussehen markieren Unterschiede, und viele Expats integrieren sich mit einem Lächeln und einer guten Einstellung. Aber Sprache bleibt oft die erste und sichtbarste Brücke zum Beitritt zu einer neuen Gemeinschaft.
Während Grenzen sich verhärten und Willkommensmatten sich abnutzen, wird die Landessprache zu einem unverzichtbaren Qualifikationsnachweis.